2.1. Zweck und Geltungsbereich

Diese Verhaltensrichtlinien dienen dazu, die gemeinsamen Grundsätze für die TSI, unser Management sowie unsere Mitarbeiter zusammenfassend darzustellen. Unsere Verhaltensrichtlinien sollen Fehlleistungen verhindern und die nachfolgend erläuterten Werte und Grundsätze fördern.

2.2. Allgemeine Grundsätze

2.2.1. Recht und Verhaltensstandards
Die TSI hält die geltenden Gesetze und Bestimmungen ein.

2.2.2 Geschäftsprinzipien
Damit wir unsere Verantwortung wahrnehmen können, ist es unser Ziel, unser Geschäft gewinnbringend zu betreiben, eine starke finanzielle Basis zu bewahren und unsere Risiken auf einem angemessenen Niveau zu halten. Das Erzielen von Gewinn darf nie Rechtfertigung dafür sein, Gesetze nicht einzuhalten und Verhaltensstandards zu verletzen.

2.2.3. Verantwortung

Wir unterscheiden folgende Verantwortungsbereiche und verfolgen nachstehende Ziele:

 

  • Gegenüber Auftraggebern: Unsere Leistungen sind auf die Erfüllung der berechtigten Anforderungen und Erwartungen der Auftraggeber ausgerichtet. Wir werden den Bedürfnissen des Marktes durch Auftraggebernähe, Professionalität, Innovationsfreudigkeit und Preiswürdigkeit gerecht. Wir werden unseren Auftraggebern gegenüber Informationen und Erfahrungen offen kommunizieren und sichern das erforderliche Maß an Geheimhaltung und Diskretion zu.
  • Gegenüber Mitarbeitern: Zur Erreichung unserer Unternehmensziele setzen wir auf die Leistungsfähigkeit und Kompetenz unserer Mitarbeiter. Wir fördern durch Aus- und Weiterbildung den Wissenstand im Unternehmen, unterstützen die persönliche Entwicklung der Mitarbeiter, sorgen für angemessene Information und geeignete Arbeitsbedingungen. Der einzelne Mitarbeiter informiert sich aktiv.
  • Gegenüber Lieferanten und Nachunternehmern: Im Sinne der Qualität und Wirtschaftlichkeit unserer Leistungen bauen wir auch auf die Erfahrungen und Kapazitäten gezielt ausgewählter Lieferanten und Subunternehmer.
  • Gegenüber Geschäftspartnern: Unser Unternehmen überzeugt durch Preis, Leistung, Qualität und Eignung der angebotenen Produkte oder Dienstleistungen. Wir behandeln alle unsere Geschäftspartner fair. Alle Mitarbeiter sind zur Ehrlichkeit und Transparenz bei der Vertrags- und Preisgestaltung und bei der Rechnungslegung verpflichtet.

 


2.2.4. Vertraulichkeit
Betriebs- und Geschäftsgeheimnisse müssen vertraulich behandelt werden. Diese Verpflichtung besteht nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses oder der Beendigung eines sonstigen Vertragsverhältnisses fort.

2.3. Vorbildfunktion der Unternehmensleitung

Die Unternehmensleitung hat Vorbildfunktion. Die Organe und das Management leben einwandfreies Verhalten vor. Einwandfreies Verhalten am Arbeitsplatz bedeutet im Wesentlichen Ehrlichkeit und Fairness im Umgang mit den Mitarbeitern sowie mit Auftraggebern, Lieferanten, Mitbewerbern, Behörden und der Öffentlichkeit. Die
Integrität und der gute Ruf unseres Unternehmens sind von großer Bedeutung für seinen Erfolg.

2.4. Prinzipien der Personalpolitik

2.4.1. Leistungsfähigkeit und Kompetenz unserer Mitarbeiter
Zur Erreichung unserer Unternehmensziele setzen wir auf die Leistungsfähigkeit und Kompetenz unserer Mitarbeiter. Daher fördern und steuern wir durch regelmäßige Mitarbeitergespräche sowie offene Kommunikation die persönliche und fachliche Entwicklung unserer Mitarbeiter und sorgen für angemessene Information und geeignete Arbeitsbedingungen. Zudem sind uns Sicherheit und Gesundheit unserer Mitarbeiter ein zentrales Anliegen.


2.4.2. Respekt und Ehrlichkeit gegenüber Vorgesetzten, Kollegen und Mitarbeitern
Die Qualität der Zusammenarbeit zwischen Vorgesetzten, Kollegen und Mitarbeitern ist von wesentlicher Bedeutung für den Unternehmenserfolg. Tadelloses Verhalten im Umgang miteinander, der von Respekt und Offenheit geprägt ist, sichert nicht nur die Kommunikation und die Qualität der Unternehmenskultur, sondern beeinflusst auch das Bild des Unternehmens in der Außenwirkung maßgeblich. Wir verpflichten uns, Auseinandersetzungen sachlich, mit Respekt und unter Würdigung der betroffenen Personen vertrauensbildend und im Sinne des Unternehmensleitbildes zu bereinigen.

2.5. Verantwortung der Unternehmensführung, des Managements und der Mitarbeiter

Jede Führungskraft, jeder Manager und jeder Mitarbeiter ist dafür verantwortlich,

  • die Gesetze, Richtlinien und Vorschriften sowie die internen Richtlinien der TSI einschließlich der Werte und Grundsätze der Verhaltensrichtlinien einzuhalten
  • die Richtlinien, die Handbücher und die gängigen Geschäftspraktiken im jeweiligen Aufgabenbereich zu kennen und diese gewissenhaft nach besten Fähigkeiten anzuwenden;
  • Fragen aufzuwerfen und bei Nichteinhaltung von Verhaltensstandards zu intervenieren;
  • sich im Team einzusetzen und das Bestmögliche zur Erreichung der gemeinsamen Ziele beizutragen;
  • zu einem Arbeitsklima beizutragen, in dem Vertrauen, Professionalität, Leistung, Respekt und Selbstachtung gefördert werden;
  • stets nach Treu und Glauben, verantwortungsvoll, mit angemessener Sorgfalt und Kompetenz sowie ohne falsche Darstellung von Tatsachen zu handeln;
  • objektiv zu handeln, ohne dabei jedoch das persönliche Urteilsvermögen unterzuordnen;
  • die Vermögenswerte und Ressourcen der TSI zu schützen und deren effiziente Verwendung zu fördern
  • stets in ehrlicher und ethischer Weise zu handeln, unter anderem im Umgang mit tatsächlichen oder möglichen Interessenskonflikten;
  • mit Auftraggebern, Lieferanten, Mitbewerbern und anderen Mitarbeitenden fair umzugehen und niemals durch unethisches Verhalten gegenüber einem anderen einen ungerechtfertigten Nutzen zu ziehen;
  • Verstöße gegen Gesetze und anderes Fehlverhalten gemäß den Richtlinien und Verfahrensanweisungen der TSI zu melden, sodass diese Angelegenheiten in angemessener Weise behandelt werden können;
  • an den von der TSI angebotenen Schulungsmaßnahmen regelmäßig teilzunehmen;
  • als Manager Führungskompetenzen unter Beweis zu stellen, und zwar durch Vorgabe einer klaren Auftraggeberorientierung,

durch beispielhaftes persönliches Engagement, Glaubwürdigkeit und Einhaltung von Versprechen, angemessene Überwachung der unterstellten Mitarbeiter, Kontrolle der Compliance sowie durch die Schaffung eines Unternehmensumfelds, in dem Mitarbeiter Höchstleistungen erbringen können.

2.6. Konkrete Verhaltensgrundsätze bei wesentlichen geschäftspolitischen Belangen

2.6.1. Compliance
Wir erwarten von jeder Führungskraft, dem Management, den Mitarbeitern und Geschäftspartnern, dass bei allen geschäftlichen Entscheidungen und Handlungen die geltenden Gesetze und sonstigen maßgebenden Bestimmungen im In- und Ausland beachtet werden.


2.6.2. Dokumentation von Geschäftsvorfällen, korrekte Rechnungslegung und Abrechnung

Alle Geschäftstransaktionen müssen vollständig und einwandfrei in Übereinstimmung mit den gesetzlichen und den darüber hinaus bei der TSI geltenden Vorschriften dokumentiert werden. Es werden keine Nebenbücher oder Nebenaufzeichnungen geführt. Darüber hinaus sind alle mit der Erstellung der Finanzbuchhaltung und Kostenrechnung befassten Mitarbeiter zur transparenten und verursachensgerechten Erstellung unter Beachtung des Prinzips der Kostenwahrheit verpflichtet.


2.6.3. Vermeidung von Interessenskonflikten und Nebentätigkeiten
Nebentätigkeiten und Beteiligungen von Mitarbeitern an Unternehmen, insbesondere bei und an Geschäftspartnern und/oder Wettbewerbern, sind schriftlich anzuzeigen und vom Geschäftsführer zu genehmigen.


2.6.4. Bestechung und Korruption
Im Zusammenhang mit Geschäftstätigkeiten jeglicher Art darf kein Mitarbeiter oder Beauftragter des Unternehmens Geschäftspartnern, deren Mitarbeitern und Beauftragten oder sonstigen Dritten unzulässige Vorteile verschaffen oder im geschäftlichen Verkehr fordern, sich versprechen lassen oder annehmen.


2.6.5. Verantwortungsvoller Umgang mit Geschenken

2.6.5.1. Grundsätze
Grundsätzlich muss angenommen werden, dass durch Geschenke die Entscheidungen des Begünstigten im Sinne des Gebers beeinflusst werden sollen, und zwar unabhängig vom Gemeinwohl des Unternehmens. Geschenke dürfen daher grundsätzlich nicht angenommen werden. Dies gilt auch für Geschenke geringeren Wertes. Auch Reisen, Dienstleistungen, Prämien und Rabatte sind prinzipiell als Geschenke anzusehen. Für Einladungen und Bewirtungen durch und an Geschäftspartner gelten sinngemäß die gleichen Grundsätze
wie bei Geschenken. Für Aufwendungen, bei denen sich Geschäftliches und Privates so vermischen, dass eine genaue Trennung schwierig ist, müssen die Kosten privat übernommen werden.

2.6.5.2. Ausnahmen
Ausnahmen sind nur statthaft, wenn schon der Anschein der Beeinflussbarkeit ausgeschlossen ist und bestehende besondere Regeln, wie etwa im Umgang mit Behörden, beachtet werden.

Es ist zu beachten:

  • Werbegeschenke müssen wertmäßig so gestaltet sein, dass ihre Annahme den Empfänger nicht in eine verpflichtende Abhängigkeit bringt. Sie müssen nach dem Prinzip ausgewählt werden, beim Geber und Nehmer jeglichen Anschein von Unredlichkeit und Inkorrektheit zu vermeiden.


2.6.6. Spenden und Sponsoring

Spenden haben sich im Rahmen der Rechtsordnung zu bewegen und werden ausschließlich von der Geschäftsführung geregelt. Insbesondere gilt dies auch für Sponsoring im Rahmen des gemeinschaftlichen und sozialen Engagements.

2.6.7. Einhaltung wettbewerbsrechtlicher Regeln
Die TSI ist einem fairen und offenen Wettbewerb auf dem Markt verpflichtet. Unser Unternehmen, seine Mitarbeiter oder Beauftragte dürfen sich nicht auf rechtswidrige und/oder strafrechtlich relevante Praktiken einlassen, wie Vereinbarungen mit anderen Unternehmen oder abgestimmte Verhaltensweisen, die eine Verhinderung, Einschränkung oder Verfälschung des Wettbewerbes bezwecken oder bewirken. Wir werden im geschäftlichen Verkehr zum Zwecke des Wettbewerbes keine unlauteren Geschäftspraktiken zum Nachteil von Mitbewerbern oder sonstigen Marktteilnehmern anwenden.


2.6.8. Ablehnung illegaler Beschäftigungsverhältnisse
Die Einhaltung aller arbeits- und sozialrechtlichen Vorschriften und Normen ist im gesamten Unternehmen eine Selbstverständlichkeit. Alle Mitarbeiter sind darüber hinaus angewiesen, diesen Grundsatz bei Lieferanten und Nachunternehmern einzufordern und seine Einhaltung im Rahmen der rechtlichen Möglichkeiten zu prüfen. Widrigenfalls hat eine Beauftragung zu unterbleiben oder beendet zu werden.